Mit neuer weiblicher Kraft durch die Menopause
Wenn ich mit meinen Hündinnen durch die Wälder streife, und mich als Frau nochmals neu spüre, habe auch ich Gedanken wie: War's das jetzt mit der Weiblichkeit? Weshalb fühlt sich nicht mehr alles stimmig an, was mir doch bis anhin so wichtig war? Soll ich aufhören meine Haare zu färben? Was ist mir wirklich wichtig?
Ja, auch ich bin mitten in der Menopause angekommen und Anfangs war es nicht immer ganz einfach dies anzunehmen, aber mittlerweile fühle ich diese Kraft die in diesem Wandel steckt und freue mich, mich als Frau in eine neue Phase der Weiblichkeit zu entdecken.
Die Menopause aus ayurvedischer Sicht: ein natürlicher Wandel
Die Menopause ist weit mehr als das Ende der fruchtbaren Lebensphase. Sie markiert einen Übergang, der körperliche, emotionale und persönliche Veränderungen mit sich bringen kann. Im Ayurveda wird dieser Wandel grundsätzlich als natürlicher Abschnitt im Leben einer Frau angesehen. Beschwerden gelten als Zeichen dafür, dass der Körper während dieser Zeit besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigt.
Der Übergang in die Vata-Lebensphase
Nach ayurvedischem Verständnis ist das Leben in verschiedene Phasen gegliedert. Während die mittleren Lebensjahre vor allem vom feurigen Pitta-Dosha geprägt sind, gewinnt mit zunehmendem Alter das Vata-Dosha an Bedeutung.
Vata steht für Bewegung, Veränderung, Leichtigkeit und Trockenheit. Der Übergang in die Menopause fällt daher in eine Zeit, in der ohnehin vieles in Bewegung gerät. Innere Unruhe, Schlafprobleme, trockene Haut, schwankende Energie oder empfindliche Gelenke können aus ayurvedischer Sicht auf ein erhöhtes Vata hinweisen.
Gleichzeitig können auch Pitta und Kapha aus dem Gleichgewicht geraten. Deshalb erlebt jede Frau die Menopause anders.
Wie sich die Doshas zeigen können
Ein erhöhtes Pitta-Dosha wird mit Wärme und Intensität verbunden. Hitzewallungen, Nachtschweiß, Gereiztheit, empfindliche Haut oder ein starkes Hitzegefühl werden aus ayurvedischer Sicht häufig diesem Dosha zugeordnet.
Steht Vata im Vordergrund, können Schlafstörungen, Nervosität, Stimmungsschwankungen, Trockenheit oder ein Gefühl mangelnder Stabilität auftreten.
Ein erhöhtes Kapha-Dosha kann sich dagegen durch Schwere, Antriebslosigkeit, Wassereinlagerungen oder eine Tendenz zur Gewichtszunahme bemerkbar machen.
Diese Einordnung ist keine Diagnose. Sie soll dabei helfen, die eigenen Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen und Ernährung sowie Tagesablauf individuell anzupassen.
Ernährung in der Menopause
Eine typgerechte Ernährung spielt im Ayurveda eine wichtige Rolle. Grundsätzlich gelten frisch gekochte, gut verdauliche und nährende Mahlzeiten als wohltuend. Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, hochwertige Eiweißquellen sowie Nüsse und Samen können eine ausgewogene Ernährung unterstützen.
Bei viel Vata dürfen Speisen warm, weich und saftig sein. Suppen, Eintöpfe, Porridge, Wurzelgemüse und gesunde Fette vermitteln aus ayurvedischer Sicht Erdung und Stabilität.
Bei ausgeprägtem Pitta sind milde, weniger scharf gewürzte Gerichte oft angenehmer. Alkohol, viel Kaffee und sehr scharfe Speisen können Hitzewallungen bei manchen Frauen verstärken.
Bei erhöhtem Kapha empfehlen sich eher leichte, warme Mahlzeiten und anregende Gewürze. Regelmäßige Bewegung kann zusätzlich dabei helfen, Schwere und Trägheit auszugleichen.
Aus ayurvedischer Sicht kann die Menopause auch eine Einladung sein, den eigenen Lebensstil neu auszurichten. Was früher selbstverständlich funktioniert hat, passt möglicherweise nicht mehr. Der Körper fordert mehr Regeneration, Klarheit und einen achtsameren Umgang mit den eigenen Kräften.
Diese Lebensphase kann dadurch zu einer Zeit werden, in der die eigenen Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt rücken. Ayurveda bietet dafür keine allgemeingültige Lösung, sondern einen individuellen Ansatz: beobachten, was guttut, Belastendes reduzieren und neue Stabilität entwickeln.
Aus spiritueller Sicht kann die Menopause als Schwellenzeit und Einladung zur inneren Einkehr verstanden werden. Während sich der Körper verändert, darf sich auch der Blick stärker nach innen richten: weg von äußeren Erwartungen und hin zur eigenen Wahrheit, Intuition und Lebenserfahrung. Viele Frauen erleben diese Phase als Gelegenheit, alte Rollen zu hinterfragen, Grenzen klarer zu setzen und nicht mehr Stimmiges loszulassen.
Eine Zeit der Neuorientierung.

Möchtest du während dieser Lebensphase in eine neue kraftvolle Weiblichkeit begleitet werden? Von Herzen begleite ich dich durch dein neues FrauSein. Manuela





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